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Büchsenmacher: Ausbildung, Gehalt und Arbeitgeber

Jagdjobs-Redaktion5. Oktober 20265 Min Lesezeit

Deutschland hat ein paar hundert Büchsenmacherbetriebe und jedes Jahr nur wenige Dutzend Gesellen, die ihre Prüfung ablegen. Das macht den Beruf zu einem der wenigen in der Jagdbranche, in dem Bewerber sich den Arbeitgeber aussuchen können. Die Frage ist eher, welcher Weg zu einem passt: Werkstatt, Industrie oder eigener Betrieb.

Die Ausbildung

Büchsenmacher ist ein Handwerksberuf mit dreijähriger dualer Ausbildung. Ausbildungsbetriebe sind Büchsenmacherwerkstätten, Waffenfachgeschäfte mit Werkstatt und die Hersteller. Die Berufsschule gibt es bundesweit nur an wenigen Standorten, vor allem in Suhl und Ehingen, deshalb läuft der Unterricht in Blöcken mit Internat.

Inhalt ist weit mehr als Reparatur: Metallbearbeitung, Schäften, Brünieren, Laufarbeiten, Montage von Optik, Waffenrecht und Ballistik. Wer gern mit den Händen arbeitet und Geduld für Präzision hat, ist richtig. Die Ausbildungsvergütung liegt in der Industrie bei rund 1.100 bis 1.300 Euro, im Handwerk oft darunter.

Das Gehalt

Gesellen in Werkstatt und Handel verdienen 2.600 bis 3.300 Euro brutto im Monat. In der Industrie, bei Blaser, Sauer, Mauser, Merkel, Walther, Krieghoff oder Heym, zahlt der Tarif der Metall- und Elektroindustrie oder ein Haustarif, dort sind 3.200 bis 4.000 Euro üblich, mit Zuschlägen und 35-Stunden-Woche. Büchsenmachermeister als Werkstattleiter, Ausbilder oder in der Endkontrolle kommen auf 4.000 bis 5.000 Euro.

Wer sich selbstständig macht, verdient in guten Jahren mehr, trägt aber Werkstatt, Lager und die Pflichten des Waffengesetzes allein. Die meisten Meister, die sich einen eigenen Betrieb aufbauen, übernehmen eine bestehende Werkstatt, deren Inhaber in Rente geht. Davon gibt es derzeit viele.

Wer einstellt

Die Industrie konzentriert sich auf wenige Orte: Isny im Allgäu mit der Blaser Group, Ulm mit Walther, Krieghoff und Anschütz, Suhl mit Merkel und Haenel, Gleichamberg mit Heym. Der Fachhandel sucht Büchsenmacher für Werkstatt und Beratung in ganz Deutschland, von Frankonia-Filialen bis zum inhabergeführten Waffengeschäft. Dazu kommen Beschussämter, Behörden und Importeure, die Techniker für Service und Prüfung brauchen.

Die aktuellen Stellen stehen in der Rubrik Büchsenmacher auf Jagdjobs, viele davon aus der Jobbörse der Bundesagentur, wo kleine Werkstätten ausschreiben, die keine eigene Karriereseite haben.

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